Gemeinde


Wir sind eine junge Kirchengemeinde in mehrfacher Hinsicht. Gegründet wurden wir erst 1913, noch jünger ist unser 1959 gebautetes Kirchengebäude.
Kinder prägen den Alltag der Gemeinde: Von der Krabbel-Gruppe über die Kindertagesstätte bis zu Kinderchor, -tanz oder -theater. Kindergottesdienst und Kinderbibelwoche werden von einem Team vorbereitet. Wer nicht Kind ist, kann in verschiedenen Gruppen vom Folk Café für Jugendliche über den Chor bis zum Seniorenkreis ein zweites Zuhause finden.
Neben dem Gottesdienst am Sonntag werden rund 30 verschiedene Treffpunkte und Kreise angeboten.
Näheres finden Sie in unserem monatlich erscheinenden Gemeindebrief. Unsere Gemeinde lebt in allen Bereichen - von den Kindern bis zu den Senioren, von der Musik bis zum Bau - von der Arbeit vieler ehren- und hauptamtlicher Mitarbeiter. Unsere Arbeit wäre nicht möglich ohne die Beiträge der knapp 6.000 Gemeindeglieder, die rund um den Lietzensee, zwischen Kaiser-Friedrich-Str. und Funkturm, zwischen S-Bahn und Knobelsdorffstr., wohnen.
Vielen Dank dafür und herzlich Willkommen in unserer Kirchengemeinde!

     

Unsere Kirche

   

Der erste Kirchbau konnte erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges errichtet werden. Es war ein mit Holz verkleideter Fachwerkbau, über dessen Eingang die Worte standen: "Erbaut in der Zeit der Not aus starkem Glauben." Im Februar 1944 wurde die Kirche völlig zerstört. Erst 10 Jahre später konnte ein Neubau vorbereitet werden. Die Hanglage am Ufer des Lietzensees, das enge Grundstück von nur 560 m² und die geforderten 750 Sitzplätze stellten besondere Anforderungen. 1957-59 wurde die neue Kirche nach dem Entwurf von Prof. Paul Baumgarten errichtet, dem hier eine einzigartige Raumwirkung gelungen ist. Über einem fünfeckigen Grundriß erheben sich Dreiecksflächen als Seitenwände, die wiederum drei sich gegenseitig stützende Dreiecksflächen als Decke tragen. Zum Altar hin öffnet sich der zeltartig wirkende Raum zu einer großen ebenfalls aus zwei Dreiecken zusammengesetzten Wand aus transparentem, aber nicht durchsichtigem Glas.So ist der Kirchraum zwar geschlossen, öffnet sich aber zugleich zur Natur, dem Park und dem Lietzensee.Zur Straße dagegen wird die Kirche durch eine hoch aufragende massive Wand abgeschirmt, die den Glockenstuhl auf voller Breite trägt. Wand- und Deckenflächen sind mit Lärchenholz verkleidet. Der Boden ist mit Solnhofener Platten belegt. Der Innenraum ist betont schlicht und nahezu schmucklos gehalten. Über dem Altar hängt ein einfaches, aus farbigem Glas und Metall gestaltetes Kreuz. Für die Kanzel und den Taufstein, zu beiden Seiten des Altars angeordnet, wurden wie für diesen nur Messing und Lärchenholz in glatten Oberflächen verwendet.
Der Altarseite gegenüber ist die Orgelempore. 1963 wurde die Schuke-Orgel eingeweiht. Sie enthält 2134 Metallpfeifen in 4 Werken, die vom Spieltisch mit 3 Manualen und Pedal in insgesamt 34 Registern zum Klingen gebracht werden. Die Vorzüge der Orgel und die hervorragende Akustik der Kirche werden auch gern für Konzerte in Anspruch genommen.
Das Geläut besteht aus 3 Bronzeglocken in den Schlagtönen g', a' und c''. Die kleinste Glocke ist zugleich die einzige, die aus der alten Kirche erhalten geblieben war, während die anderen beiden 1958 gegossen wurden.
Unter der Kirche befinden sich Räume für Kinder- und Jugendarbeit.

 

 

Unser Gemeindehaus:

Das Haus wurde 1930/31 nach Plänen von Prof. Heinrich Straumer (der 1924 den Funkturm entworfen hatte) erbaut. Im Kriege teilzerstört, konnte es bis 1951 wiederhergestellt werden. Das Gemeindebüro befindet sich im Erdgeschoß, ebenso wie ein kleinerer Saal und die Kindertagesstätte. Zwei weitere Räume für Konfirmanden- und Gruppenarbeit u.a. liegen in den Obergeschossen, während sich der vielseitig nutzbare Gemeindesaal, der für 450 Plätze ausgelegt war, im Untergeschoß befindet. Das Gemeindehaus steht ebenso wie die Kirche unter Denkmalschutz.

Matthias Maultzsch